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Vorsorgemaßnahmen Für Die Bestattung:

Vorsorgemaßnahmen für die Bestattung:

Bestattungsvorsorge

Nur wenn alles umfassend geregelt ist, sind die Totenfürsorgeberechtigten in der Lage, im Sinne des Verstorbenen zu handeln.

Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandregelung

Der Bestattungsvorsorgevertrag wird mit einem Bestattungsunternehmen abgeschlossen. Hierin verpflichtet sich der Bestatter, den Auftraggeber ordnungsgemäß und würdig zum vereinbarten Gesamtpreis entsprechend den vereinbarten Leistungen zu bestatten.

Hierzu wird der vereinbarte Gesamtpreis zuzüglich der Kosten der Treuhand an eine zwischen den Vertragsparteien vereinbarte Treuhandstelle geleistet. Das Geld für den Grabstein, die Trauerfeier oder die Pflege des Grabes kann, wie bei einem Treuhandkonto, einfach bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG hinterlegt werden. In der Regel kann der Bestattungsvertrag bei Bedarf jederzeit gekündigt werden. Sollte zum Zeitpunkt des Todes des Auftraggebers das Bestattungsunternehmen nicht mehr existieren, ist die Treuhandstelle verpflichtet, ein anderes Bestattungsunternehmen zu beauftragen. Die Treuhandstelle muss sicherstellen, dass das beauftragte Unternehmen in der Lage ist, vereinbarte Leistungen ordnungsgemäß zu erbringen.

Sofern der Auftraggeber bei Eintritt des Bestattungsfalles mittellos geworden ist, ist inzwischen gerichtlich entschieden, dass das Vermögen aus einem angemessenen Bestattungsvorsorgevertrag bei der Gewährung von Sozialhilfe nicht zu berücksichtigen ist; seine Verwertung stellt eine Härte dar, allerdings mit der Ausnahme: Ist der Bestattungsvorsorgevertrag mit der Absicht geschlossen worden, das Vermögen zu vermindern, kann ggfs. verlangt werden, den Bestattungsvorsorgevertrag zu kündigen.

Die Angemessenheit der Höhe richtet sich nach den Besonderheiten des Einzelfalls, insbesondere nach den persönlichen und örtlichen Verhältnissen.

Dauergrabpflege und Sterbegeldversicherung

Viele Menschen wünschen sich heute eine Urnenbestattung, einerseits um Kosten zu sparen und andererseits Ihre Angehörigen mit der Grabpflege nicht zu belasten. Viele Menschen wünschen dennoch eine Erdbestattung und wünschen sich gleichzeitig, dass niemand der Belastung einer jahrzehntelangen Grabpflege ausgesetzt ist.

Für diesen Fall haben zahlreiche Friedhofsgärtner das Angebot einer so genannten Dauergrabpflege. Diese übernehmen die vertraglich festgelegte Grabpflege für einen im Voraus bestimmten Zeitraum. Der Umfang der Leistungen, die vom Friedhofsgärtner zu erbringen sind, wird individuell im Dauergrabpflegevertrag festgelegt. Auch hier gibt es, – ähnlich dem Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandregelung – eine Treuhandstelle, die sicherstellt, dass die Grabpflege für die vereinbarte Laufzeit durch einen Friedhofsgärtner durchgeführt wird. Die Gesellschaft Deutscher Friedhofsgärtner mbH als Treuhandstelle, stellt sicher, dass auch für den Fall, dass die Friedhofsgärtnerei mit der Sie die Vereinbarung getroffen haben, nicht mehr existiert, die vereinbarte Grabpflege durch einen Nachfolger fortgeführt wird.

Sozialhilferechtlich wird der Dauergrabpflegevertrag ähnlich behandelt wie der Bestattungsvorsorgevertrag.

Eine weitere Vorsorgemaßnahme um die Bestattung zu sichern und zu finanzieren, ist der Abschluss einer Sterbegeldversicherung. In aller Regel handelt es sich hierbei um eine Kapitallebensversicherung auf den Todesfall mit einer relativ niedrigen Versicherungssumme. Finanzexperten raten hiervon jedoch häufig ab, da sie unwirtschaftlich sei.

Wird der Versicherungsnehmer sozialhilfebedürftig, wird die Sterbegeldversicherung nicht als verfügbares Vermögen im Sinne des §§ 90 SGB XII angesehen; die laufenden Beiträge können gegebenenfalls als Mehrbedarf übernommen werden.

Alternativ kann der Erblasser testamentarisch ein Geldvermächtnis zu Gunsten einer bestimmten Person anordnen, verbunden mit der Auflage, die Bestattung auszurichten und/oder einen Dauergrabpflegevertrag abzuschließen. Dies hat den Vorteil, dass zu Lebzeiten keine Aufwendungen anfallen aber den Nachteil, dass im Fall des Eintritts der Sozialhilfebedürftigkeit keine Sicherung des Vermögens für die Bestattung möglich ist.

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